Ein schöner Urlaub 2009. Kurze Eindrücke über eine Unimogsafari in der Türkei in der Nähe von Kemer.
Auch dieses Jahr verbrachten wir unseren Urlaub in der Türkei in der Nähe von Kemer,
ca. 40 km westlich von Antalya in
einer schönen Urlaubsanlage, direkt am Strand.
Wenige Kilometer entfernt,
begann das Taurusgebirge. Dieser Teil der Gebirgskette ist hier bis zu 2000m hoch.
Um das Gebirge in seiner ursprünglichen Art kennen zu lernen, buchten wir einen
Ausflug mit einem geländegängigen Lkw, genannt Unimogsafari.
Diese Tour führte uns
in Gebirgsgegenden abseits jeder befestigten Straße. Hier lebte man noch wie
vor hundert Jahren.
Unser Ausflug begann gegen 8 Uhr morgens. Wir warteten an der Hoteleinfahrt.
Als wir ein lautes Dröhnen hörten, ahnten wir schon, dass es der Lkw war,
der uns in die Berge bringen sollte.
Ein Unimog, ein älterer, gelbgrüner
Lkw mit einer überdachten Ladefläche, kam um die Ecke.
Er hielt vor uns an
und aus dem Fahrerhaus stieg ein älterer Mann, der uns freundlich in gebrochenem
Deutsch begrüßte.
Wir erkletterten die Ladefläche und suchten uns einen Platz
auf einer Sitzbank kurz hinter dem Fahrerhaus.
Wir schauten uns erstmal um...
Es gab auf der Ladefläche insgesamt acht Zweier-Bänke, für maximal 16 Personen.
Als wir von unserem Sitzplatz aus, von hinten ins Fahrerhaus sehen konnten,
sahen wir ein selbstzusammengeschweißtes Lenkrad.
Aber schon heulte der Motor und es ging los, um die restlichen Reiseteilnehmer
von ihren Hotels abzuholen.
Nachdem sich alle Plätze gefüllt hatten, ging es dann auch schnell in Richtung Berge.
Die Straßen an den Berghängen ließen schon erahnen wie schnell wir in höheres Gelände kommen.
Unsere erste Station war der Dorfplatz eines Bergdorfes.
Neben uns fraßen einzelne freilaufende,
dünne Kühe trockene Grasbüschel.
Wir stiegen aus und jetzt entpuppte sich unser LKW-Fahrer
als der Reiseleiter.
Er gab uns einen Überblick über die folgenden Stunden und erzählte
interessante Dinge über das Taurusgebirge.
Dann sammelte er ein paar
Euro von jedem Mitfahrer ein, um der Familie, die wir später noch besuchen sollten,
ein Gastgeschenk zu kaufen.
Er kaufte davon im letzten Laden vor den Bergen noch einige
kleine Kekspackungen, viel Brot und Nudeln. Nach dem Einkauf ging es höher in das Gebirge.
Es gab schon längst keine befestigte Straße mehr.
Wir fuhren nur auf Sandwegen,
wie man sie in Deutschland nicht mehr mit dem eigenen Auto befahren würde.
Plötzlich stoppte der LKW. Eine Schlange kreuzte unseren Fahrweg. Dies war natürlich
ein willkommenes Fotoobjekt.
Dann ging es aber auch schnell weiter bergauf.
Im halbstündlichen Abstand gab es immer wieder einen Halt an einer Wasserstelle,
einem schönen Aussichtspunkt oder an Orten die interessant waren. Dann stiegen wir aus,
stellten
uns in die Runde und hörten einen kurzen Vortrag vom Reiseleiter.
Gegen Mittag hielten wir in einem Waldstück. Der Fahrer, erzählte uns, dass es hier
in den Bergen auch Skorpione gibt.
Er rannte er los,
kippte viele Steine an und war bald nicht mehr zu sehen. Nach ca. 5 Minuten kam er mit einem
mit vorgestrecktem Arm den Berg hinunter. Tatsächlich...!
An seiner Hand bewegte sich irgendwas schwarzes was runterhing und zappelte.
Es war wirklich ein Skorpion.
Danach ging es weiter zu einem Örtchen wo wir Mittag essen wollten.
Unter schattenspendenden Bäumen, direkt an einem schnellfließenden Gebirgsbach gab es
eine Art Forellenzucht.
In der Türkei gibt es fast überall frischen Fisch oder Hähnchen
zu essen.
So auch hier. Die Forellen, die gegrillt serviert werden, schwammen noch eine
Stunde vorher im Wasser neben uns.
Nach dem Mittagessen ging die Fahrt weiter in ein kleines Bergdorf. Dort wollten wir
eine einheimische Familie besuchen.
Es ging weit in die Berge hinein. Wir fuhren über
eine kleine Bergstraße nah am Abgrund.
Die große Bauernfamilie wartete schon gespannt auf uns.
Wir stiegen aus und gingen zu einer Plattform, die extra für Gäste gebaut wurde.
Der alte Mann im Haus bot uns Tee aus selbstangebauter Pfefferminze an. Anschließend
besichtigten wir das Wohnhaus.
Die Menschen dort waren trotz ihrer Armut sehr gastfreundlich.
Kurz vor der Abfahrt überreichten wir die am Vormittag eingekauften
Gastgeschenke.
Dann war der Tag auch schon fast vorüber, und wir machten uns auf den Heimweg.
Völlig verstaubt kehrten wir zum Hotel zurück.